Elektronische Vorschaltgeräte / Driver / Konverter

Vorschaltgeräte

LED’s benötigen Gleichstrom um zu leuchten. Die herkömmliche Netzspannung liefert 230V Wechselstrom. Ein direkter Anschluss an die Netzspannung würde eine LED zerstören, daher sind elektronische Vorschaltgeräte – so genannte EVG’s – notwendig. Sie wandeln Wechselstrom in Gleichstrom um.

Bei der Konstruktion einer Sonderleuchte mit fest verbauten LED’s muss das EVG also in der Regel mit eingeplant werden. Hier gibt es die Möglichkeit das Vorschaltgerät im Leuchtenkorpus zu verbauen, es in einem Baldachin unterzubringen oder es extern in einer abgehängten Decke zu platzieren. Moderne EVG’s vereinen hohe Leistungen und bei Bedarf auch die notwendige Dimmtechnolgie (z.B. DALI) in einem schlanken Gehäuse. Beim Vorschaltgerät ist auf Qualität zu achten. Die effizientesten und langlebigsten LED’s bieten keinen Kostenvorteil, wenn das EVG nach 10.000 Lichtstunden ausfällt. Besonders teuer und aufwendig wird der Austausch eines defekten EVGs, wenn dieses im Inneren einer schwer zugänglichen Leuchte verbaut ist. Peters Leuchten arbeitet beim Sonderleuchtenbau ausschließlich mit namenhaften Elektronikproduzenten zusammen, um eine Lebensdauer von mehr als 50.000 Lichtstunden garantieren zu können.

Amplitudendimmung / analoges Stromdimmen

Die Ampitudendimmung ist auch bekannt unter den Bezeichnungen analoges Stromdimmen oder analog Dimmen. Bei dieser Dimmart reduziert das EVG die Amplitude des Vorwärtsstroms der LED und reduziert so die Lichtmenge. In der Vergangenheit gab es bei dieser Dimmart Probleme die Lichtfarbe der LEDs konstant auf einem Kelvinwert zu halten. Weiterhin konnten bei unteren Dimmniveaus einzelne LEDs ausgehen, während andere noch leuchteten. Diese Probleme wurden beseitigt. Aktuelle EVG Modelle dimmen von 100% bis 1% Lichtleistung mit Amplitudendimmung ohne die genannten Schwächen. Der grösste Vorteil der Amplitudendimmung: selbst auf den untersten Dimmniveaus tritt kein Flicker auf. Amplituden gedimmte LEDs sind einwandfrei kameratauglich. Eine Amplitudendimmung von LED Streifen ist möglich, jedoch reichen hier standard EVGs nicht aus. Bei LED Modulen und COB’s ist die Amplitudendimmung von 100% bis 1% mittlerweile Standard.

Lauflicht

Lauflicht

LED Lauflicht ermöglicht die individuelle farbliche Ansteuerung eines einzelnen LED Lichtpunktes auf einem LED Streifen. Verbaut in der Ringleuchte „Matrix“ von Peters Leuchten lassen sich so einzigartige Lichtszenerien und Effekte darstellen. Diese ursprünglich aus dem Bühnenlichtbereich stammende Technik erfreut sich auch im Objektbereich immer größerer Beliebtheit. Die Lichtsteuerung erfolgt idealerweise über das Lichtmanagementsystem DMX. Für Einzelanwendungen ohne DMX-Anbindung kann auch ein kostengünstiges Ansteuerungsinterface mit über 100 Szenen über Peters Leuchten bezogen werden.

Unified Glare Rating / UGR

UGR
UGR

Der UGR-Wert (Unified Glare Rating, deutsch: vereinheitlichte Blendungsbewertung) ist eine einheitslose Kennzahl, die eine Einschätzung der potentiellen Blendung einer Leuchte gibt. Der UGR-Wert kann zwischen 10 und 30 liegen. Je niedriger der Wert, desto geringer ist die statistische Blendempfindung von einer größeren Zahl Beobachter. Soll heißen: Ein UGR-Wert von 19 besagt, dass sich 65% der Beobachter nicht durch die Leuchte geblendet fühlen, 35% fühlen sich jedoch geblendet. Standard UGR-Werte sind: 13, 16, 19, 22, 25 und 28 gemäß DIN EN 12464-1 (Stand Jan. 2011). Je nach Art der Sehaufgaben schreibt DIN EN 12464-1 folgende UGR-Werte bei der Beleuchtung vor:

Technisches Zeichnen:                                                                                       UGR ≤ 16
Lesen, Unterrichtsräume, Computerarbeit, Kontrollarbeiten:                       UGR ≤ 19
Arbeiten in Industrie und Handwerk, Empfang:                                              UGR ≤ 22
Grobe Arbeiten, Treppen:                                                                                  UGR ≤ 25
Flure:                                                                                                                   UGR ≤ 28

Bei der Berechnung des UGR-Wertes nehmen mehrere Faktoren Einfluss. Der Ausstrahlungswinkel der Leuchte, die Höhe der Abpendelung bei Pendelleuchten, das Verhältnis zwischen Helligkeit der Leuchtfläche im Verhältnis zur Umgebungshelligkeit (ein entgegenkommendes Auto mit eingeschaltetem Fernlicht blendet nachts viel stärker als am Tag) und die Reflektionswerte von Decke, Wand und Boden. Diese projektspezifischen Faktoren beeinflussen den UGR-Wert und können nur von einem Lichtplaner ganz exakt bestimmt werden. Ein pauschal angegebener UGR-Wert, beispielsweise im Datenblatt einer Leuchte, bezieht sich auf einen Referenzraum mit festgesetzten Werten für die oben beschriebenen Einflussfaktoren und ist ein guter Indikator für die Ersteinschätzung der Entblendung. Für einen exakten UGR-Wert müssen Planer jedoch die Einflussfaktoren projektbezogen definieren, um wirklich zuverlässige Angaben zu bekommen.

Human Centric Lighting / HCL

Human Centric Lighting

Lichttemperatur und Lichtstärke haben einen messbaren Einfluss auf die Hormonbildung in unserem Körper. Ein hoher Blauanteil im Licht hemmt beispielsweise die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Ein Vorteil, wenn man mittags um 12:00 Uhr im Büro sitzt – ein Nachteil, wenn man abends um 23:00 Uhr im Bett liegt.

Unser Körper passt sich den veränderten Blauanteilen im Licht an. Diese ändern sich im Laufe des Tages und der Körper reagiert darauf. Im Morgengrauen und bei abendlicher Dämmerung hat Tageslicht einen geringen Blauanteil, eine niedrige Beleuchtungsstärke und eine warme Lichtfarbe von etwa 3.000 Kelvin. Mittags steigt der Blauanteil, genauso wie die Beleuchtungsstärke und das Licht hat einen Kelvinwert von etwa 10.000 Kelvin. Ein hoher Blauanteil im Licht, sei es vom Handydisplay oder aus der LED Beleuchtung im Büro, signalisiert dem Körper: es ist Mittagszeit – sei aktiv! Warme Lichttemperaturen in Verbindung mit geringerer Beleuchtungsstärke signalisieren dagegen Ruhe.

Viele Studien konnten nachweisen, dass eine Innenraumbeleuchtung, die dem natürlichen Tageslichtrhythmus nachempfunden ist, Konzentration, Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft steigert. Ein Lichtkonzept nach dem HCL Prinzip versucht also die natürlichen Veränderungen des Sonnenlichts aufzugreifen und für die Innenraumbeleuchtung zu nutzen.

Wie sieht so etwas konkret aus? Wenn Leuchten mit modernen „tuneable white“-fähigen LEDs bestückt sind, können Lichttemperatur und Beleuchtungsstärke abhängig von der Tageszeit variabel eingestellt und programmiert werden. Die Einstellung kann automatisiert über eine DALI Anlage passieren oder manuell mit passenden Wandschaltern selbst geregelt werden.

Dim to Warm

Dim to warm

Eine Halogenlampe hat bei 100% Lichtleistung einen Kelvin Wert von beispielsweise 2700K, beim Herunterdimmen auf 10% nur noch 1800K. Je weiter Sie alte Glüh- und Halogenlampen herunter dimmen, desto wärmer wird ihre Lichttemperatur. Dies erzeugt gerade im Wohnbereich eine angenehm, warme Lichtumgebung bei gedimmter Beleuchtung. Bei LED Lichtquellen gab es diese Reduzierung des Kelvin Wertes lange Zeit nicht. Es wurde, unabhängig vom Dimmlevel, immer konstant der gekaufte Kelvin Wert emittiert.

Die DimToWarm Technology schafft hier Abhilfe. Mittlerweile sind unzählige LED Retrofit Produkte für diverse Fassungsarten auf dem Markt, die die beliebte Range 2700-1800K abdecken. So wird das Leuchtverhalten der alten Leuchtmittel bei teils deutlich besseren Farbwiedergabewerten nachgeahmt.

Für professionelle, projektbezogene Anwendungen bietet der Markt hocheffiziente DimToWarm COB’s für den Einsatz in Ein-, Aufbaustrahlern oder Sonderleuchten. Bei DimToWarm Anwendungen müssen Sie in der Regel mit Phasendimmung arbeiten. Hier bietet der Markt aber mittlerweile Geräte mit Amplitudendimmung, bei denen keine Probleme mit dem Flicker Effekt entstehen.

Drahtlose Ansteuerung

Der Kundenwunsch: Eine dimmbare LED Beleuchtung mit RGB Farbwechseltechnik oder Tuneable White Anwendung, im Objekt ist aber nur ein 3-adriges Kabel verlegt. Eine physische Ansteuerung über DALI oder DMX ist also nicht möglich. Überdies ist ein nachträgliches Ziehen von Steuerleitungen zu teuer. Sind Sie als Planer mit einem solchen Szenario konfrontiert, muss die Ansteuerung der Beleuchtung drahtlos passieren. Eine drahtlose Steuerung ist auch für komplexe Licht- und Farbsteuerungen möglich. Es gibt Anbieter, die mit Bluetooth Verbindungen und smarten Endgeräten zur Eingabe arbeiten (Casambi). Eine Ansteuerung über Funkverbindungen auf DALI oder DMX Basis ist ebenfalls möglich. Lassen Sie sich hier am besten projektbezogen von unseren Technikern über die Möglichkeiten beraten.

DMX Steuerung

DMX ist eine Lichtmanagementsystem aus dem Bereich Bühnen- und Veranstaltungstechnik. Somit wird DMX hauptsächlich zur Steuerung von RGB Anwendungen eingesetzt und stellt hier eine Alternative zur DALI Ansteuerung dar. Vor allem in Anwendungen, mit höchsten Ansprüchen an ein synchrones Lichtszenenmanagement bei einer hohen Anzahl an Dimmkanälen ist DMX das zuverlässigste und hochwertigste Lichtmanagementsystem. Bei DMX512 können Dimmbefehle parallel und verzögerungsfrei an bis zu 512 Adressen verschickt werden. Für die Verdrahtung von DMX Steuerungen ist eine separate XLR Steuerleitung nötig. Ähnlich wie bei DALI werden die DMX Komponenten der Leuchte adressiert und können so separat angesteuert werden.

DALI 2.0

DALI 2.0

Produkte mit dem Label DALI 2.0 sind nach den neusten Standards des Regelwerks IEC 62386 der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) gebaut. Der DALI 2.0 Standard soll dazu führen, dass DALI Produkte  von unterschiedlichen Herstellern noch reibungsloser im Gesamtsystem miteinander funktionieren. In großen Projekten, in denen verschiedene DALI EVG’s von unterschiedlichen Herstellern verbaut sind, kann es zu Kommunikationsproblemen kommen. Mit DALI 2.0 sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören.

1-10 V / 0-10 V Dimmung

0-10 V

Eine der ersten Dimmarten ist die 1-10V Dimmung . Erforderlich hierfür ist ein 5-adriges Kabel. Bei Push-Dim Anwendungen wird ein 4-adriges Kabel benötigt. Die 1-10 Volt Dimmung kann LED Lichtquellen nur bis auf 10% der Gesamthelligkeit dimmen. Die Weiterentwicklung 0-10V erreicht Dimmstufen bis 1%. Das Dimmverfahren ist hier PWM.